DER NAME: Hauran ist der antike Name einer Landschaft im Süden des Alten Syrien. Er kommt vom lateinischen Auranitis, der seinerseits auf die älteren semitischen Namen zurückgeht, welche die Bibel (Ezechiel 47,16-18) überliefert. Im engeren Sinne bezeichnet der Name nur das vulkanische Gebirge mit dessen unmittelbarer Umgebung, im weiteren die (spätere) römische Provinz.

DIE LAGE: Das geologische Zentrum bildet der Vulkangipfel Ğebel il-Kulāb (1691 m) mit dessen in die Länge gezogenem Bergrücken und den in die umgebenden Ebenen hinabgeflossenen und zu vielfach gebrochenen Platten erstarrten, teils bereits zu fruchtbarem Sand verwitterten Lavaströmen. Westlich schließen die Landschaften Batanea (das biblische Basan) und Gaulanitis (der heutige Golan) an, nach Süden der Städtebund der Dekapolis, zu dem auch mindestens eine der Hauranstädte (Qanawāt) zeitweise gehörte. Gen Osten folgt unmittelbar die syrische Wüste, die in den heutigen Irak übergeht.

 

2012 ERSCHIENEN:

Architekturdenkmäler der spätantiken und frühbyzantinischen Zeit im Hauran, 1:
AZR`A (ZORA)
von Marcell Restle mit Beiträgen von Johannes Koder, u.a.
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(= Veröffentlichungen zur Byzanzforschung XXXI)
365 Seiten mit 208 Abbildungen
ISBN 978-3-7001-7334-2
Wien 2012, CD-ROM

ERSCHEINT 2014:

Architekturdenkmäler der spätantiken und frühbyzantinischen Zeit im Hauran, 2:
SAQQA (SAKKAIA - MAXIMIANUPOLIS)
von Marcell Restle, mit Beiträgen von Johannes Koder, u.a.
ca. 550 S. und 350 Abb.